Año de la Consolidación Económica y Social del Perú



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TINGO

Plaza de Armas - Hauptplatz von Tingo. Foto: D. RaiserTingo ist einer der 23 peruanischen Distrikte, aus denen die Provinz Luya besteht. Gleichzeitig ist es auch ein Ort gleichen Namens. "Tingo" wird in Quechua der Ort genannt, an dem zwei Flüsse zusammenfließen. So findet man in Peru viele Orte mit dem Namen Tingo. So gibt es z.B. die berühmte Urwaldstadt „Tingo María“. Bei Tingo fließt der Fluss aus dem Tal unterhalb der Kuélap-Festung mit dem Utcubamba-Fluss zusammen. Inzwischen gibt es im Distrikt Tingo 2 Orte, die den Namen tragen: Tingo und Tingo Nuevo. Das geht auf ein Vorkommnis in den 90er Jahren zurück: Ein Erdrutsch, ausgelößt durch ein Erdbeben, verschüttete unterhalb des damaligen Dorfes Tingo das Tal des Utcubamba. Hierdurch wurde der Fluss aufgestaut, das Wasser stieg immer weiter an. So wurde das Dorf unter den Wassermassen begraben. Kurze Zeit später wurde das Dorf als „Nuevo Tingo“ an einer sichereren (höheren) Stelle neu aufgebaut. Allerdings wollten nicht alle Bewohner des alten Dorfes ihre Besitztümer verlassen und blieben im alten Dorf. Spuren dieses Ereignisses finden sich im alten Dorf am Ufer des Utcubamba noch heute: Geht man von der Hauptstraße ein wenig in das Dorf hinein, sieht man eine Art Geisterstadt: Hausruinen ohne Dach und zerfallende Mauern, die Stück für Stück von dichter Vegetation überwuchert werden. Einige Häuser werden aber noch bewohnt, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass Tingo ein sehr wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Chachapoyas, Magdalena, Leymebamba und Kuélap ist. Sogar ein Hostal, eine Polizeistation, mehrere Geschäfte und durchaus empfehlenswerte Restaurants (z.B. „Bar Restaurant El Tingo“) finden sich dort.

Tingo Nuevo hat zudem neben einem öffentlichen Telefon und Internetzugangsmöglichkeiten auch Handyempfang. Neben einem Kindergarten gibt es auch eine Grundschule und eine weiterführende Schule. Von Tingo aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Ruinen von Makro auf der anderen Talseite.

Rathaus Tingo. Foto: D. RaiserIm Zentrum des Dorfes liegt die obligatorische „Plaza de Armas“, der zentrale Platz mit Gemeindeverwaltung, Kirche, mehreren Läden und Restaurants. Im „Jr. La Alianza“ (Alianzastraße, benannt nach einer Gemeinde-Diözesanpartnerschaft zwischen Dunningen und Chachapoyas) ist es zudem möglich, Eis zu kaufen.
Die Plaza selbst ist geschmückt von Heckenfiguren in Form von Tieren. In der Mitte der Plaza steht eine Strohbedeckte Hütte, die bei Regen aufgesucht werden kann.

Die Ruinen von Kuelap gehören zum Distrikt Tingo. So ist Tingo dann auch Ausgangspunkt für Touren nach Kuélap. Vom alten Tingo aus geht ein beschilderter Fußweg zur Ausgrabungsstätte, über den neuen Tingo geht die Straße.
Im Norden grenzt der Distrikt Tingo an den Distrikt Colcamar, im Osten an den Distrikt Levanto und den Distrikt Magdalena (beide Provinz Chachapoyas), im Südosten an den Distrikt San Juan de Lopecancha, im Südwesten an den Distrikt María und im Westen an den Distrikt Longuita.

Das Fest des Dorfheiligen in Tingo findet vom 8. bis zum 9. September statt. Verehrt wird die „Virgen de la Natividad“

Gegründet wurde Tingo als Distrikt offiziell am 2. Januar 1875.