Año de la Consolidación Económica y Social del Perú



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La "navidad Chachapoyana / Amazonense":

Das chachapoyanische Weihnachtsfest findet, wie in allen römisch-katholisch geprägten Gesellschaften am 25. Dezember statt. Das besondere am Chachapoyanischen Weihnachtsfest ist aber das, was am heiligen Abend, dem 24. Dezember passiert:

In allen Stadtteilen gibt es einen so genannten "Mayordomo", der in diesem Jahr das Weihnachtsfest für seine Nachbarschaft ausrichtet. Dieser "Mayordomo" baut in seinem Haus ein "Nacimiento", eine Krippe, die manchmal 2 Meter groß ist, manchmal aber auch 2 oder mehr Zimmer ausfüllt und viele Meter lang ist.

Die Krippe

Neben Josef, Maria, den drei Königen und natürlich dem Jesuskind gibt es in den Krippen oft noch die "Pastorsitas", die Hirtenkinder, Figuren von in traditioneller Tracht gekleideten Kindern, die in Richtung des Stalls zu gehen scheinen. Was neben dem Weihnachtsstern auch auf keiner Krippe fehlen darf, sind kleine Kleidungsstücke. In der chachapoyanischen Tradition werden an Weihnachten so genannte "Villancicos" gesungen, fröhliche Weihnachtslieder, die zu einem großen Teil allerlei Alltagsgeschichten rund um die Geburt und das Aufwachsen des kleinen Jesus erzählen. In vielen dieser Lieder wird davon gesungen, wie Maria an einem Fluss die Windeln und die Kleidung des neugeborenen wäscht und sich sogar die Fische in diesem Fluss darüber freuen, den "gerade geborenen Gott" zu sehen.

Die Krippen bestehen hauptsächlich aus zweigen des stachlichen Huarango-Strauches. Dieser wird geschmückt mit faserigen Pflänzchen, Bromelien und Lilien, Tüchern, bunten Bändern, Luftschlangen, Stroh und natürlich den Krippenfiguren. Kreativ kombiniert und rafiniert beleuchtet ergeben die Krippen ware Kunstwerke, die oftmals ein ganzes Zimmer füllen. In besonderen Fällen kann eine Krippe auch mal mehrere Stockwerke haben, wenn nicht alle geplanten Szenen auf eine einzige Krippenebene passen. Manchmal werden in den Krippen neben der Weihnachtsgeschichte auch Geschichten der regionalen Tradition zitiert.

Die Hirtenkinder

Neben den Hirtenkinderfiguren auf der Krippe gibt es auch die wirklichen Hirtenkinder: verkleidet als Hirten tanzen, rasseln und singen Kinder gruppenweise vor der Krippe. Am heiligen Abend, während der Christmette, bringen sie, tanzed, rasselnd und singend, das Jesuskind von der Krippe des Mayordomos in die örtliche Kirche, wo sie es bis in das Weihnachtsfest hinein begleiten. Anschließend begleiten sie es wieder zurück zum Mayordomo, wo für alle ein großes Fest stattfindet. Normalerweise werden die Hirtenkinder (Pastores) von einer Musikkapelle begleitet. Am Morgen des 25. Dezembers begleiten die Hirtenkinder schließlich das Christkind zum Hochamt.

Die Rückkehr der Könige (la bajada de reyes)

Um den 6. Januar kehren die heiligen drei Könige wieder zurück. Das bedeutet, die Krippe wird wieder abgebaut. Wie es sich aber gehört, kann das nicht ohne ein ordentliches Fest ablaufen. Nach einem kurzen Gebet vor der Krippe wird diese Schritt für Schritt abgetragen. Zum Spiel der Musikkapelle werden zuerst die Krippenfiguren von den Besuchern abgeräumt. Wer das Christkind abräumt, verpflichtet sich, im nächsten Jahr "Mayordomo" zu sein, also das Fest auszurichten. Unterstützt wird er durch diejenigen, die Josef, Maria, den Ochs und den Esel abräumen. Anschließend werden auch andere Teile der Krippe abgebaut - ohne weitere Verpflichtungen, aber "Mayordomos" freuen sich selbstverständlich über jede helfende Hand.

Diese Bräuche gibt es in der ganzen Region Amazonas.

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